Geförderte Altersvorsorge

Auch bei der staatlich geförderten Altersversorgung gibt es unterschiedliche Wege und Möglichkeiten. Ob und welche Förderung Ihnen zugute kommt, sollte unbedingt, aufgrund der zum Teil extrem hohen steuerlichen Vorteile, wie auch hoher finanzieller Zulagen geprüft  werden. Für ein persönliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Seite.

 

Rürup Rente (1. Schicht)

Die Rürup- oder auch Basisrente ist vor allem für Selbständige interessant, denn hier können sich lukrative Steuervorteile in der Ansparphase ergeben. Allerdings wird im Alter ein Teil der Rente steuerpflichtig. Wie hoch dieser sein wird, richtet sich danach, wann Sie das Renteneintrittsalter erreichen, bzw. Ihren Ruhestand planen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Absicherung des Kapitals bei einer möglichen Insolvenz gegen die Eingriffe des Staates, bzw. Zugriffe Dritter. Das angesparte Kapital kann weder verpfändet werden, noch wird es bei der Hartz-IV-Berechnungen als Vermögen angerechnet.

 

Riester Rente (2. Schicht)

Die Riester-Rente wurde zur Förderung der privaten Altersvorsorge im Jahre 2002 ins Leben gerufen. Sie kann von Pflichtmitgliedern der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes, u.a. aber auch von geringfügig Beschäftigten ohne Sozialversicherungsfreiheit oder Empfängern von Arbeitslosengeld in Anspruch genommen werden. Auch Selbständige können über einen sogenannten Zulagenvertrag die Förderung in Anspruch nehmen. Vorraussetzung hierzu ist ein bestehender Vertrag des sozialpflichtigen Ehepartners.
Die staatliche Förderung beträgt bei der Grundzulage 154,-€ jährlich, für Kinder werden 185,-€ jährlich gewährt. Kinder die ab dem Jahre 2008 geboren wurden erhalten eine erhöhte Förderung von 300,-€ jährlich. Junge Menschen die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben erhalten einmalig 300,-€ zusätzlich.
Auch für Besserverdienende ist Riester durchaus interessant, da die Beiträge steuerlich absetzbar sind und so das zu versteuernde Einkommen mindern.

Die später zu erwartende Rente unterliegt wie alle staatlich geförderten Renten bei Rentenantritt der Versteuerung.

 

betriebliche Altersversorgung (2.Schicht)

Was viele nicht wissen, jeder Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch auf die betriebliche Altersversorgung.
Die häufigste Art der betrieblichen Altersversorgung (baV) ist die so genannte Entgeltumwandlung bzw. Direktversicherung. Direktversicherungen sind staatlich geförderte Rentenversicherungen, die über den Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abgeschlossen werden.

Die betriebliche Altersversorgung ist eine wichtige Ergänzung zur staatlichen Rente. Der Vorteil liegt darin, dass der eingesetzte monatliche Beitrag des Arbeitnehmers nicht nur Steuer- wie auch Sozialabgabenbefreit ist, sondern dieses eingesparte Geld mit in den Sparbeitrag des Vertrages fließt. Bei einem ledigen und kinderlosen Arbeitnehmer mit der Steuerklasse I, kann so aus einen über den Arbeitnehmer eingezahlter Beitrag von ca. 50,-€, leicht ein monatlicher Sparbeitrag von 100,-€ entstehen.

Die später zu erwartende Rente unterliegt dann im Gegenzug bei Rentenantritt wieder der Versteuerung. Die baV ist trotz dieser Regelung  als sehr vorteilhaft zu betrachten, da zum einen zusätzliche Freigrenzen für Bezüge im Rentenalter gelten, wie auch die Grenzsteuerbelastung im Rentenalter in den meisten Fällen nie so hoch sind wie im aktiven Arbeitsleben.